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Tesla legt nach AI5-Chip-Enthüllung zu, während Nachfrage- und Regulierungsrisiken wachsen

Tesla-Investoren-Newsletter für den 13. bis 19. April 2026. Der Optimismus rund um den AI5-Chip trifft auf neu aufkeimende Fragen zu Nachfrage und Regulierung, während TSLA-Podcasts die anstehenden Quartalszahlen einordnen.

Tesla- und E-Auto-Branchen-Newsletter

Woche vom 19. April 2026: Tesla legt nach AI5-Chip-Enthüllung zu, während Nachfrage- und Regulierungsrisiken wachsen


🎙️ Wichtigste Podcast-Berichterstattung

Diese Woche stand im Zeichen einer intensiven Podcast-Diskussion über Tesla: große Technologieankündigungen, Nachfragesorgen, regulatorische Entwicklungen und die Erwartung der Quartalszahlen dominierten die Gespräche.


🚀 AI5-CHIP-ENTHÜLLUNG TREIBT KURSRALLYE AN

Die Tesla-Aktie stieg diese Woche um rund 15 %, nachdem Elon Musk den nächsten Inferenz-Chip des Unternehmens, AI5, angekündigt hatte.

„Now You Know Podcasts" (16. April) lieferte die detaillierteste technische Einordnung: Mitarbeiter des Gemeinschaftsunternehmens von Tesla (TSLA) und SpaceX haben im Rahmen von Musks ehrgeizigem TerraFab-Fertigungsprojekt Preisangebote und Lieferzeiten für Chipfertigungsanlagen angefragt1. Der AI5-Chip bietet gegenüber dem AI4 die achtfache Rohrechenleistung, die neunfache Speicherkapazität, die fünffache Bandbreite und in Tesla-optimierten Workloads bis zu 40-mal bessere Performance. Engineering-Muster werden für Ende 2026 erwartet, die Serienproduktion soll ab Mitte 2027 hochgefahren werden.

Der „VRA Investing Podcast" (15. April) bezeichnete die AI5-Ankündigung durch Moderator Kip Herriage als bedeutenden Katalysator; er bekräftigte sein Kursziel von 1.000 US-Dollar bis Ende 2026 und sein langfristiges Ziel von 10.000 US-Dollar bis 2035.

„Bloomberg Tech" (16. April) berichtete hingegen über erhebliche Skepsis in der Branche gegenüber dem TerraFab-Projekt. Musks engste Vertraute haben Chiplieferanten wie Applied Materials (AMAT), Tokyo Electron (TOELY) und Lam Research (LRCX) für die geplante Terafab kontaktiert. Mitarbeiter des Gemeinschaftsunternehmens von Tesla (TSLA) und SpaceX haben Preisangebote und Lieferzeiten für Chipfertigungsanlagen angefragt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen Bloomberg mitteilten. Musks Vertraute haben zudem Hersteller von Fotomasken, Substraten, Ätzanlagen, Beschichtungsanlagen, Reinigungsgeräten, Testgeräten und weiteren Werkzeugen kontaktiert1; Ziel sind bis 2029 rund 3.000 Wafer pro Monat. Ein Analyst schätzte die Kosten auf 5 bis 13 Billionen US-Dollar, und Samsung soll eine Teilnahme abgelehnt haben.


🚗 FSD V14.3.1-ROLLOUT UND EXPANSION IN EUROPA

Der „Chuck Cook Podcast" (15. April) testete FSD v14.3.1 in der Praxis und bezeichnete es beim überwachten Fahren als „wirklich, wirklich beeindruckend" – mit sauber ausgeführten ungeschützten Linksabbiegern und Autobahn-Einfädelmanövern. Cook wies jedoch auf anhaltende Navigationsprobleme hin, die er als „die Achillesferse von FSD" bezeichnete.

Wichtiger regulatorischer Meilenstein: Tesla erhielt die FSD-Zulassung in den Niederlanden – das erste europäische Land, das die Technologie erlaubt.

„The Road to Autonomy" (18. April) zeigte einen optimistischen Walt Piecyk zur europäischen Expansion, trotz „Anti-Elon-Stimmung in der EU"; er betonte, Tesla profitiere davon, in Europa „zu einem Zeitpunkt einzusteigen, an dem FSD deutlich besser geworden ist".

„Electrek" (17. April) hob eine entscheidende Einschränkung hervor: Die Zulassung gilt nur für Hardware-4-Fahrzeuge mit V14-Software – was für europäische HW3-Besitzer, die 6.400 Euro für die FSD-Funktion bezahlt haben, zu einer Krise wird. Eine Website für eine Sammelklage verzeichnete innerhalb von 48 Stunden 3.000 Anmeldungen.


🛻 FRAGEN ZUR CYBERTRUCK-NACHFRAGE WERDEN LAUT

Die kontroverseste Geschichte der Woche drehte sich um Enthüllungen, wonach mit Musk verbundene Unternehmen die Cybertruck-Verkäufe stützen.

Der „Elon Musk Podcast" (17. April) berichtete, dass von rund 7.000 Cybertruck-Zulassungen 1.279 (fast 20 %) auf SpaceX entfielen, während XAI und Neuralink weitere 60 Einheiten kauften. Ohne interne Käufe hätten die Zulassungen einen Rückgang von 51 % gegenüber dem Vorjahr gezeigt. Der Podcast beschrieb dies als: „Elon Musk hat Schecks an Elon Musk ausgestellt."

„Bloomberg Tech" (16. April) und „Bloomberg Daybreak" (17. April) bestätigten beide den 18-prozentigen SpaceX-Anteil an den Zulassungen.

Gegenposition: „Breakaway" (18. April)-Moderator Sean Hathaway behauptete, Cybertrucks seien laut Teslas Website bis 2027 „ausverkauft", und argumentierte, die Medienberichte über eine schwache Nachfrage seien falsch.

Sicherheitsbedenken wurden bei „Tech Won't Save Us" (16. April) thematisiert; die Journalistin Dara Kerr schilderte dort im Detail tödliche Unfälle, bei denen Insassen im Cybertruck eingeschlossen waren. Bei drei tödlichen Bränden waren Insassen im Fahrzeug gefangen, die Notentriegelungen wurden als verdeckt und wenig intuitiv beschrieben. Kerr sagte: „Die Unfälle selbst wären überlebbar gewesen, aber sie kamen nicht heraus."


🏁 MODEL S/X ERREICHT DAS PRODUKTIONSENDE

Tesla kündigte eine Signature-Series-Abschiedsedition an: 250 Einheiten des Model S Plaid und 100 des Model X Plaid zum Preis von 160.000 US-Dollar, die sofort ausverkauft waren. Die Produktionslinien sollen Berichten zufolge auf die Fertigung des Optimus-Roboters umgestellt werden.

„Electrek" (17. April) kritisierte diese Entscheidung; Moderator Fred erklärte: „Es ist keine gute Idee, [den Cybertruck] als Flaggschiff-Fahrzeug zu haben."

„Now You Know Podcasts" (16. April) berichtete ebenfalls über die Ankündigung, konzentrierte sich dabei aber stärker auf die strategische Neuausrichtung in Richtung Robotikfertigung.


⚖️ RECHTLICHES RISIKO RUND UM HARDWARE 3 WÄCHST

Die Kluft zwischen HW3 und HW4 entwickelte sich in mehreren Podcasts zu einem zentralen Thema.

Der „Elon Musk Podcast" (15. April) erläuterte im Detail, wie der 12-Volt-Kabelbaum und die rund 1-Megapixel-Kameras von HW3 die maximale Leistungsfähigkeit älterer Fahrzeuge „dauerhaft begrenzen".

„Electrek"-Moderator Fred (17. April) schätzte Teslas gesamtes rechtliches Risiko aus HW3-Sammelklagen, FSD-Ansprüchen, Vorwürfen der Kursmanipulation und Unfallfällen auf 5 bis 14,5 Milliarden US-Dollar und erklärte: „Ich glaube nicht, dass es einen Weg gibt, das ohne Gerichtsverfahren zu lösen." Zu den HW3-Versprechen fügte Fred hinzu: „Konzern-Beschönigung ist jetzt Elons Verteidigungslinie. Wenn man erst einmal bei Konzern-Beschönigung angekommen ist, hat man klar gezeigt, dass man alles Mögliche behaupten wird."


📊 EINSCHÄTZUNGEN VON ANALYSTEN UND EXPERTEN

Optimistische Stimmen

Kip Herriage (VRA Investing Podcast, 15. April): Kursziel von 1.000 US-Dollar bis Ende 2026, langfristiges Ziel von 10.000 US-Dollar bis 2035. „Bei etwa 400 US-Dollar oder darunter ist das ein Schnäppchen."

Sean Hathaway (Breakaway, 18. April): Behauptet, Teslas reiner Vision-Ansatz habe sich bestätigt. Verweist darauf, dass Tesla rund 60 % des US-E-Auto-Marktes hält.

Jim Stromberg (Trading Tips, 17. April): Kaufte Tesla unter 366 US-Dollar, liegt bereits über 10 % im Plus. Aus langfristiger Sicht sei „Tesla immer noch günstig".

Skeptische Stimmen

Frank Curzio & Andrew Horowitz (Wall Street Unplugged, 15. April): Weisen darauf hin, dass Tesla mit einem KGV von 200 gehandelt wird, während „das Wachstum der E-Auto-Verkäufe ausbleibt". Verweisen auf JPMorgans Kursziel von rund 145 US-Dollar.

Fred (Electrek, 17. April): „Jetzt heißt es liefern oder schweigen" in Bezug auf FSD. Skeptisch gegenüber dem Robotaxi-Marktpotenzial und dem Zeitplan für Optimus.

OVTLYR (17. April): Trotz eines bullischen technischen Signalwechsels weiterhin auf Verkaufssignal. „Das ist aktuell keine Aktie, in die ich gerade einsteigen würde."

Gemischte Einschätzungen

Rodney Lake (Market News, 16. April): Hält Tesla trotz eines KGVs von 185 auf Basis der erwarteten Gewinne im Portfolio. „Worauf setzen die Leute? Sie erwarten enormes Wachstum in der KI-Welt."

Bailey Lipschultz (Bloomberg Daybreak, 17. April): „Aus Sicht der Sell-Side und der meisten Optimisten ist das längst kein reines Autounternehmen mehr. Das ist ein Robotikunternehmen. Das ist ein Unternehmen für autonome Fahrtechnologie."


📈 WICHTIGE KENNZAHLEN

  • Kursentwicklung: Plus von rund 15 % innerhalb der Woche, damit endet eine achtwöchige Abwärtsphase
  • Schlusskurs am 15. April: 391,95 US-Dollar (+7,6 % am Tag)
  • Seit Jahresbeginn 2026: −19 %
  • KGV auf Basis erwarteter Gewinne: 185
  • Umsatz Geschäftsjahr 2025: 94 Milliarden US-Dollar (−2,9 % gegenüber dem Vorjahr)
  • Netto-Kassenposition: 30 Milliarden US-Dollar
  • US-E-Auto-Verkäufe Q1 2026: Model Y 79.000 Einheiten (Platz 1), Model 3 32.000 Einheiten (Platz 2)
  • Teslas Marktanteil bei US-E-Autos: rund 60 %

📅 NÄCHSTER KATALYSATOR

Quartalszahlen Q1 2026 – 23. April

„Bloomberg Daybreak" (17. April) gab einen Vorausblick auf die wichtigsten Punkte: Updates zu Robotaxi, Fortschritte bei Optimus und die Kosten für den Technologie-Ausbau.

„CNBC Fast Money" (17. April) berichtete, dass die Optionsmärkte nach den Quartalszahlen eine Kursbewegung von rund 6,5 % einpreisen, wobei das Call-Volumen mehr als doppelt so hoch war wie der Tagesdurchschnitt.

„The Options Insider" (17. April) stellte fest, dass für Tesla fast 5 Millionen Optionskontrakte gehandelt wurden, mit einem „massiven Kräftemessen bei der 400-Dollar-Marke".


🔬 WEITERE BEMERKENSWERTE ENTWICKLUNGEN

  • Tesla Insurance Safety Score V3 in sechs Bundesstaaten eingeführt – jede mit FSD gefahrene Meile erzielt jetzt die volle Punktzahl von 100, was die Prämien senkt (Now You Know, 16. April)
  • Neuer Batterielieferant: Sunwoda wird fünfter Zulieferer der Giga Shanghai und liefert LFP-Zellen mit 3C-Laderate, die eine Vollladung in 20 Minuten ermöglichen (EV News Daily, 16. April)
  • Unfalluntersuchung in Norwegen: Bei einem Unfall eines Model-Y-Taxis aus dem Jahr 2023 wurde festgestellt, dass eine Netzwerkkarte physisch entfernt und Kabel des Autopilot-Computers durchtrennt worden waren (Electrek, 17. April)
  • SpaceX-Börsengang soll Berichten zufolge vertraulich eingereicht worden sein, im Gespräch ist eine Bewertung von 1,7 bis 2 Billionen US-Dollar (Wall Street Unplugged, 15. April; Bloomberg Tech, 16. April)

💭 FAZIT

Diese Woche brachte die zentrale Spannung in Teslas Investment-Narrativ auf den Punkt: Handelt es sich um einen kriselnden Autobauer, der mit dem 185-Fachen der erwarteten Gewinne bei rückläufigem Umsatz bewertet wird, oder um ein KI-/Robotik-Unternehmen kurz vor einem transformativen Umbruch?

Die Ankündigung des AI5-Chips und die niederländische FSD-Zulassung gaben dem bullischen Lager Auftrieb, während Fragen zur Cybertruck-Nachfrage, Schätzungen zum rechtlichen Risiko und die Kluft zwischen HW3 und HW4 den Bären Munition lieferten. Mit den Quartalszahlen am 23. April müssen Anleger nicht lange auf das nächste Kapitel warten.


Quellen:

Zusätzlich verwendete Webquellen:

web1, web2, web3, web4, web5, web6