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AWS-Wachstum und Gesundheitssparte stützen Amazons Sum-of-the-Parts-Aufwärtsszenario

Amazon investor newsletter for Apr 20–26, 2026. AWS strength anchors the bull case as podcasts highlight One Medical and Amazon Pharmacy upside at AMZN.

Amazon & Cloud Computing Wochennewsletter

Woche vom 26. April 2026: AWS-Wachstum und Gesundheitssparte stützen Amazons Sum-of-the-Parts-Aufwärtsszenario


🎙️ Ausgewählte Podcast-Berichterstattung

The Acquirers Podcast, 23. April 2026

Gast: Charles Lemonides, ValueWorks LLC

ValueWorks-Gründer Charles Lemonides legte eine überzeugende Argumentation dafür vor, dass Amazon eine unterbewertete Position darstellt, und argumentierte, die Aktie werde mit einem deutlichen Abschlag gegenüber ihrer Sum-of-the-Parts-Bewertung gehandelt. Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von rund 2 Billionen Dollar schätzte Lemonides, dass Amazons Geschäftsbereiche zusammen 3 Billionen Dollar oder sogar mehr wert sein könnten, was auf ein Aufwärtspotenzial von rund 50 % hindeutet.

Der Fondsmanager merkte an, die Aktie sei "seit langer Zeit totes Geld … niemand hat mit diesem Ding in den letzten, ich weiß nicht, fünf Jahren oder so, Geld verdient", führte dies jedoch auf eine Bewertungskompression zurück und nicht auf Probleme bei der operativen Umsetzung. Er beschrieb diese Phase als ein Hineinwachsen des Unternehmens in die überhöhte Bewertung von 2021.

Zu AWS: Lemonides erklärte: "AWS wächst vielleicht nur um 22 % pro Jahr oder was auch immer. Aber Mann, es wächst. Und Mann, die haben eine schier unbegrenzte Nachfrage."

Zur Führungsebene: Angesprochen auf Bedenken hinsichtlich Berichten, wonach Jeff Bezos einen Private-Equity-Fonds über 100 Milliarden Dollar auflegt, äußerte Lemonides Vertrauen in die Tiefe von Amazons Führungsmannschaft: "Er hat es großartig geschafft, eine sehr komplexe Organisation mit sehr vielen Leuten aufzubauen, die wirklich gute Arbeit leisten. Und das ist kein Personenkult, es dreht sich nicht alles um ihn allein … seit, ich weiß nicht, fünf, sieben Jahren wird das Unternehmen von einem großen Team ausführender Mitarbeiter getragen."


Motley Fool Money, 22. April 2026

Moderation: Rachel Warren, Lou Whiteman, Travis William

Das Team diskutierte Amazons großen Vorstoß im Gesundheitswesen: den Vertrieb von GLP-1-Medikamenten (Abnehmspritzen) über Amazon Pharmacy und OneMedical mit Lieferung am selben Tag, mit einer Ausweitung auf bis zu 4.500 Städte bis Ende 2026.

Strategische Logik: Rachel Warren beschrieb den Schritt so: "Was Amazon hier lösen will, ist einen der unübersichtlichsten Teile des Gesundheitswesens zu reparieren, nämlich das eigentliche Medikament zu den Verbrauchern zu bringen. Und Amazon spielt hier wirklich seine Stärken als Logistik- und Apothekenriese aus."

Lou Whiteman zog Parallelen zum Kerngeschäft von Amazon: "GLP-1-Medikamente sind ein aufsehenerregendes Thema, deshalb verstehe ich, warum das als große Sache gilt. Aber das macht Amazon eigentlich schon seit einer Weile … Es gibt viele Menschen, die in die Apotheke rennen müssen, besonders für Dauermedikamente wie ein Statin oder ein GLP-1-Präparat, das man nicht in dieser Sekunde braucht … Es kann ziemlich lästig sein, es zu besorgen."

Wettbewerbliche Auswirkungen: Die Runde war sich einig, dass dieser Schritt "eher traditionelle Apothekenketten wie CVS trifft als zwangsläufig die Telemedizin-Unternehmen", wobei Amazon "bewusst" den direkten Wettbewerb mit Telemedizin-Anbietern wie Hims und Ro meidet, "weil sie es schlicht nicht nötig haben".

Preistransparenz: Travis William hob einen zentralen Vorteil hervor: "Man geht auf Amazon und kann tatsächlich sehen, was man bezahlen wird. Und wenn man in eine CVS- oder Walgreens-Filiale geht, besonders um so etwas wie einen EpiPen zu kaufen … hat man keine Ahnung, ob man am Ende nichts zahlt oder 600 Dollar."


📰 Weitere Nachrichten dieser Woche

Organisatorische Veränderungen

Amazon streicht im Rahmen einer umfassenderen organisatorischen Neuausrichtung die traditionellen Produkt-Jobtitel in seinen Sparten Ring und Blink und ersetzt sie durch eine vereinfachte Jobfamilie namens "Builder", um den Fokus stärker auf die Schaffung von Kundennutzen zu legen. Die Änderung betrifft die Produktteams, nicht jedoch die Leistungsbeurteilung oder die Vergütung.1

Cloud-Wettbewerb: Lizenzklage gegen Microsoft

Microsoft sieht sich einer Sammelklage gegenüber, der zufolge das Unternehmen Tausenden britischen Firmen überhöhte Gebühren für die Nutzung seiner Windows-Server-Software auf Diensten von Amazon, Google und Alibaba berechnet haben soll.1 Die Wettbewerbsrechtlerin Maria Luisa Stasi bringt den Fall im Namen von 60.000 Unternehmen ein, mit Forderungen im Wert von bis zu 2,8 Milliarden Dollar.1 Dies unterstreicht die anhaltend genaue regulatorische Beobachtung des Cloud-Infrastrukturmarkts.

Boom bei der Rechenzentrums-Infrastruktur

Das von Amazon unterstützte Unternehmen X-Energy, das Kernreaktoren zur Stromversorgung von KI einsetzt, sammelte diese Woche rund 1 Milliarde Dollar ein, während Blackstone plant, für sein neues Akquisitionsvehikel für Rechenzentren rund 2 Milliarden Dollar aufzunehmen.1 Dies unterstreicht die enormen Kapitalströme, die derzeit in die KI-Infrastruktur fließen – ein Rückenwind für die AWS-Nachfrage.


💡 Investment-Fazit

Positive Signale:

  • Die Sum-of-the-Parts-Bewertung deutet auf ein deutliches Aufwärtspotenzial hin (~50 % laut Lemonides)
  • Die AWS-Nachfrage wird trotz nachlassenden Wachstums als "unbegrenzt" beschrieben
  • Die Gesundheits-/Apotheken-Initiative nutzt die Kernstärken in der Logistik
  • Die Führungstiefe wird nach dem Bezos-Übergang als ausreichend eingeschätzt
  • Der Ausbau der KI-Infrastruktur treibt weiterhin die Cloud-Nachfrage an

Zu beobachtende Risiken:

  • Die Aktie war trotz starker operativer Umsetzung rund 5 Jahre lang "totes Geld"
  • Umsetzungsrisiko im Gesundheitswesen, einer komplexen und stark regulierten Branche
  • Hohe Wettbewerbsintensität im Cloud-Bereich (Lizenzstreitigkeiten mit Microsoft)
  • In der Podcast-Berichterstattung dieser Woche fehlen bärische Gegenpositionen

Quellen:

Zusätzlich verwendete Webquellen:

web1, web2, web3, web4, web5, web6, web7